AUDIOGUIDE ZUR AUSSTELLUNG FOTOKUNST 2026

Fotografie zwischen Wirklichkeit und Inspiration

01 Willkommen zur Ausstellung

Dauer: 2 Minuten

Schön, dass Sie da sind – und noch schöner, dass Sie sich ein wenig Zeit nehmen, genauer hinzusehen.

Denn genau darum geht es in dieser Ausstellung.

Fotografie kann vieles sein: Erinnerung, Dokumentation, Zufallstreffer, sorgfältige Planung – und manchmal auch eine ziemlich hartnäckige Suche nach dem einen Bild, das man längst im Kopf hat, das aber partout noch nicht vor der Kamera auftauchen möchte.

Unter dem Titel „Fotografie zwischen Wirklichkeit und Inspiration“ zeigen die Mitglieder der Fotogruppe Wasserburg ganz unterschiedliche Wege, wie aus einer Aufnahme mehr werden kann als nur die Abbildung dessen, was vor der Kamera stand.

Manche Bilder entstehen im Bruchteil einer Sekunde. Andere brauchen Stunden – manchmal sogar Tage oder Wochen. Es wird beobachtet, inszeniert, gewartet, verworfen, noch einmal begonnen, mit Licht experimentiert, am Computer weitergearbeitet – und gelegentlich hilft auch einfach der Zufall ein bisschen nach.

In diesem Audioguide möchten wir Ihnen deshalb nicht nur erzählen, was Sie auf den Bildern sehen.

Uns interessiert vor allem das Dahinter:

Wie ist die Idee entstanden?
Wie wurde das Bild gemacht?
Welche Technik oder welche Hilfsmittel kamen zum Einsatz?
Was war geplant – und was vielleicht überhaupt nicht?

Und natürlich lernen Sie dabei auch die Menschen hinter den Kameras ein wenig kennen.

Keine Sorge: Wir werden Sie nicht mit Blendenzahlen, Brennweiten und Photoshop-Ebenen überschütten. Zumindest nicht allzu sehr.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Schauen, Hören und Entdecken.

Und vielleicht stellen Sie sich am Ende bei dem einen oder anderen Bild selbst die Frage:

Wo hört Fotografie eigentlich auf – und wo beginnt Kunst?

Gitte Langer

Davor und Dahinter

Brigitte Langer · Davor und dahinter

Die Serie „Davor und dahinter“ von Brigitte Langer beschäftigt sich mit Schaufenstern – genauer gesagt mit dem Zusammenspiel aus dem, was hinter der Scheibe liegt, und dem, was sich davor spiegelt.

So entstehen Bilder mit mehreren Ebenen: Auslagen, Figuren und Plakate treffen auf Fassaden, Straßenräume und gegenüberliegende Schaufenster.

„Davor und dahinter eins“ entstand bei einem Fotowalk in München. Zuerst fielen Brigitte die knallroten Lippen einer Schaufensterpuppe ins Auge. Die Farbe wiederholt sich im Ohrschmuck – dazu kommt die Spiegelung der Hausfassade. Aus diesen verschiedenen Elementen entsteht ein Bild, das gleichzeitig klar und irritierend wirkt.

„Davor und dahinter zwei“ entstand spontan bei einem Stadtrundgang in Helsinki. Während ihre Reisegruppe schon im Café verschwunden war, entdeckte Brigitte noch eine Schaufensterauslage, in der sich die gegenüberliegende Straßenseite spiegelte.

Der Kaffee musste also warten.

Auch „Davor und dahinter drei“ entstand in Helsinki. Wieder verschmelzen Auslage und Spiegelung der gegenüberliegenden Schaufenster miteinander. Was tatsächlich hinter der Scheibe steht und was nur als Spiegelbild im Bild erscheint, lässt sich erst beim genaueren Hinsehen auseinanderhalten.

Zum Glück war auf der Straße wenig los. So konnte Brigitte jeweils auf den richtigen Moment warten, ohne dass ihr ständig jemand durchs Bild lief.

„Davor und dahinter vier“ entstand in Rosenheim und spielt besonders raffiniert mit diesen Ebenen. Im Schaufenster steht ein Plakat mit einer Frau. In der Scheibe spiegelt sich gleichzeitig eine Bank mit einer Person auf dem Gehweg – und zusätzlich die Plakatwand auf der gegenüberliegenden Straßenseite.

Fast wie ein kleines fotografisches Suchbild.

Fotografiert wurden alle vier Arbeiten mit relativ offener Blende und anschließend klassisch in Lightroom bearbeitet.

Keine Doppelbelichtung – und keine künstliche Intelligenz.

Alles, was Sie sehen, war tatsächlich gleichzeitig vor der Kamera.

Und genau darin liegt der Reiz dieser Serie: Was gehört zum Schaufenster, was liegt davor – und was existiert eigentlich nur als Spiegelung?

Die Bilder sind auf Anfrage erhältlich.

Davor und dahinter I

Davor und dahinter III

Davor und dahinter II

Davor und dahinter IV

Justine Betzl

KI Interpretationen

Justine Betzl · Wildnis neu gesehen

Die Serie „Wildnis neu gesehen“ von Justine Betzl beginnt ganz klassisch: mit echter Tierfotografie.

Die Aufnahmen entstanden bei einer geplanten Fototour im Zoo Salzburg. Fotografiert wurde mit einer Canon-Kamera und einem lichtstarken 70–200-Millimeter-Teleobjektiv.

Justine fasziniert an Tieren vor allem ihre Eigenständigkeit, ihre Ausstrahlung und ihre Nähe zur Natur. Genau diese Wirkung wollte sie zunächst ganz unmittelbar festhalten.

Beim Jaguar brauchte es dafür vor allem Geduld. Er sollte nicht einfach nur irgendwo liegen, sondern sich bewegen. Erst im richtigen Moment entstand die Aufnahme, die später zum Ausgangspunkt für die weitere Bearbeitung wurde.

Auch bei der Hyäne lohnt sich ein genauer Blick: Sie scheint beinahe lachend auf ihre Beute zuzugehen – ein Detail, das dem Bild trotz aller Dramatik etwas überraschend Spielerisches gibt.

Nach der Aufnahme beginnt die zweite Ebene der Arbeit.

Zunächst wurden die Fotografien in Lightroom nur leicht bearbeitet. Danach kamen Photoshop und schließlich künstliche Intelligenz ins Spiel.

Die ursprünglichen Tiere bleiben real – aber durch die digitale Bearbeitung entstehen neue, beinahe fantastische Bildwelten.

Und genau diese Grenze interessiert Justine:

Was ist noch Fotografie? Was wurde verändert? Und ab welchem Moment beginnt unsere eigene Vorstellungskraft?

Ihre Bilder sollen deshalb nicht nur gefallen, sondern auch neugierig machen und zum genaueren Hinsehen anregen.

Denn vielleicht verändert künstliche Intelligenz nicht nur das Bild selbst – sondern auch unsere Wahrnehmung davon, was wir für wirklich halten.

Die Arbeiten sind käuflich. Größen, Ausführungen und Preise sind auf Anfrage bei Justine Betzl erhältlich.

Herkulanerin aus der Staatlichen Antikensammlung in MünchenFlügel der Freiheit | KI Interpretation

Flügel der Freiheit

Satyr aus der Saatlichen Antikensammlung in MünchenLachen der Wildnis | KI Interpretation

Lachen der Wildnis

Satyr aus der Saatlichen Antikensammlung in MünchenAuf leisen Pfoten | KI Interpretation

Auf leisen Pfoten

Satyr aus der Saatlichen Antikensammlung in MünchenDer stille König | KI Interpretation

Der stille König

Paul Williams

Streetfotografie Abstrakt

Paul Williams · Streetfotografie abstrakt

Die beiden Arbeiten von Paul Williams zeigen Architektur einmal im Sonnenlicht des Tages und einmal im künstlichen Licht der Nacht.

Beide Bilder entstanden ganz klassisch bei Fotowalks – also ohne große Inszenierung, sondern mit der Kamera, die gerade dabei war.

Das helle Bild zeigt das Postgebäude in Wasserburg und entstand eher zufällig bei einem Fotowalk zum Thema „Color Hunting – Gelb“. Gerade durch das harte Sonnenlicht werden Formen, Flächen und Fassadenteile stark reduziert und fast abstrakt.

Beim dunklen Bild war die Überraschung eine andere: Die intensiven Farben der verschiedenen Lampen wurden in ihrer ganzen Wirkung erst später am Computer sichtbar. Unterschiedliche Lichttemperaturen, die das menschliche Auge vor Ort kaum wahrnimmt, treten in der Aufnahme plötzlich deutlich hervor.

Nachbearbeitet wurde nur wenig.

Paul geht es vor allem darum, den Betrachter für einen Moment ins Rätseln zu bringen:

Was sehe ich hier eigentlich?

Und dann – vielleicht erst auf den zweiten Blick – kommt das kleine Aha-Erlebnis.

Genau darin liegt für ihn der Reiz dieser beiden abstrakten Stadtansichten.

Wasserburg am Tag

Krumau bei Nacht

Julius Meid

Minimalistische Streetfotografie

Julius Meid · Hoch und Runter

Die beiden Arbeiten „Hoch“ und „Runter“ von Julius Meid zeigen minimalistische Streetfotografie in Schwarz-Weiß.

Was zunächst sehr reduziert wirkt, ist bewusst komponiert: starke Linien, klare Symmetrien, deutliche Schwarz-Weiß-Kontraste und viel negativer Raum.

Julius interessiert genau diese grafische Wirkung. Linien führen den Blick durch das Bild, Strukturen ordnen den Raum und einzelne Elemente werden auf das Wesentliche reduziert.

Ein Teil der Aufnahmen entstand geplant. Manche Orte hatte Julius bereits vorher entdeckt und gezielt wieder aufgesucht.

Fotografiert wurde mit 28 beziehungsweise 50 Millimetern Brennweite und so gewählt, dass möglichst alle wichtigen Bildelemente scharf abgebildet werden.

Eine entscheidende Rolle spielt anschließend die Bearbeitung: Schwarz und Weiß werden gezielt verstärkt, damit die grafische Struktur der Motive noch klarer hervortritt.

Eine bestimmte Geschichte möchte Julius seinen Bildern allerdings nicht vorgeben.

Was man darin erkennt oder empfindet, bleibt bewusst dem Betrachter überlassen.

Für ihn selbst stehen vor allem Ästhetik, Ordnung und die Klarheit der Form im Mittelpunkt.

Die Arbeiten sind käuflich. Format, Größe und Preis können bei Interesse individuell mit Julius Meid besprochen werden.

Hoch

Runter

Heidi Stiehler

Architektur mal anders

Heidi Stiehler · Vier Arbeiten zwischen Reise und Erinnerung

Die vier Arbeiten von Heidi Stiehler sind keine klassische Serie. Sie entstanden zu unterschiedlichen Zeiten und an verschiedenen Orten – verbunden werden sie vor allem durch ihre besondere Bearbeitung und eine ähnliche, fast traumhafte Bildsprache.

Viele der Ausgangsfotos entstanden auf Reisen und bei Spaziergängen, vor allem in Italien, Sizilien und Frankreich. Manche Motive waren geplant, andere reine Zufallsfunde.

„Zwei Welten“ entstand beispielsweise als Schnappschuss auf Sizilien. Erst später wurde die Aufnahme mit einem weiteren Hintergrund überlagert. So treffen zwei unterschiedliche Wirklichkeiten in einem Bild aufeinander – und genau daraus entsteht seine besondere Spannung.

Bei „Die Seele der Mauern“, aufgenommen in Umbrien, begann die Gestaltung dagegen bereits in der Kamera. Zwei Fotografien wurden direkt übereinandergelegt. Die Bearbeitung ist hier also nicht erst nachträglich entstanden, sondern war bereits Teil des fotografischen Prozesses.

Auch „Überlagerte Stille“ wurde auf diese Weise in der Kamera angelegt. Das Ausgangsmotiv entstand in einer Kirche auf Sizilien und wurde anschließend mit einem passenden Hintergrund verbunden. Dadurch bekommt der ohnehin stille Kirchenraum eine zusätzliche, beinahe schwebende Ebene.

„Gebautes Erinnern“ entstand schließlich in Frankreich. Hier griff Heidi stärker in Photoshop ein: Das Bild wurde zugeschnitten, einzelne Elemente wurden ausgerichtet und mit weiteren Hintergründen überlagert.

Allen vier Arbeiten gemeinsam ist, dass die ursprüngliche Fotografie nur der Anfang ist.

Farben werden zurückgenommen, Bildräume verändert und verschiedene Ebenen miteinander verbunden.

So entstehen Bilder, die weniger dokumentieren, wie ein Ort tatsächlich aussah, sondern vielmehr, wie er in der Erinnerung weiterleben könnte.

Alle Bilder sind käuflich zu erwerben. Bitte sprechen Sie mich einfach an.

Gebautes Erinnern

Gebautes Erinnern

Die Seele der Mauern

Die Seele der Mauern

Überlagerte Stille

Überlagerte Stille

Zwei Welten

Zwei Welten

Dr. Robert Betzl

07 Dr. Robert Betzl

Streetfotografie

Dr. Robert Betzl · Modulor

Die Bildserie „Modulor“ von Dr. Robert Betzl zeigt drei ganz unterschiedliche Situationen aus dem öffentlichen Raum – und trotzdem verbindet sie eine gemeinsame Bildsprache: klare Linien, geometrische Formen, Reduktion und ein sehr bewusster Blick auf Architektur.
Als promovierter Kunsthistoriker beschäftigt sich Robert Betzl intensiv mit dem Bauhaus, der klassischen Moderne und dem Mid-Century-Design. Architekten wie Mies van der Rohe, Le Corbusier oder Richard Neutra prägen dabei auch seinen fotografischen Blick.
„Modulor 1“ zeigt die Glasfassade eines Gebäudes in Bruckmühl. Zwei Bäume und drei Steinquader bilden verschiedene räumliche Ebenen. Das Motiv entdeckte Robert Betzl übrigens erst, als er eigentlich schon im Auto saß und nach Hause fahren wollte.
Manchmal liegt das beste Bild eben genau dort, wo man vorher schon dreimal vorbeigegangen ist.
Und wer genau hinsieht, kann in der Glasfassade sogar den Fotografen selbst als kleine Spiegelung entdecken.
„Modulor 2“ zeigt eine Busspur aus extrem niedriger Perspektive. Die Buchstaben des Wortes „BUS“ verjüngen sich in die Tiefe und erzeugen so Bewegung. Das Bild wurde nachträglich in Schwarz-Weiß umgesetzt – nur ein kleines gelbes Detail durfte bleiben.
Bei „Modulor 3“ treffen der streng rechteckige Rahmen eines Industriegebäudes und ein schräger Schatten aufeinander. Ordnung und Geometrie werden plötzlich ein wenig aus dem Gleichgewicht gebracht.
Fotografiert wurde mit einer modernen Nikon-Kamera, aber mit alten Leica-Objektiven aus den frühen Siebzigerjahren. Diese verleihen den Bildern einen weicheren, weniger klinischen Charakter. Scharfgestellt wird ganz bewusst von Hand.
Die Nachbearbeitung bleibt dagegen zurückhaltend.
Denn im Mittelpunkt steht für Robert Betzl vor allem eines: genauer hinsehen.
Oder, wie er selbst sagt:
„It’s only in your brain.“
Was wir sehen und was wir darin entdecken, hängt immer auch davon ab, wie wir die Welt betrachten.
Die Arbeiten sind in einer limitierten Auflage von zehn Exemplaren erhältlich. Weitere Größen sind auf Anfrage möglich.

Modular III

Modulor III

Modulor I

Modular II

Modulor II

Denny Becker

Technischer Leiter der Fotogruppe Wasserburg

Wenn KI
Bildbearbeitung macht

Denny Becker · Wenn die KI die Bildbearbeitung übernimmt

Denny Becker zeigt in seiner Serie „Wenn die KI die Bildbearbeitung übernimmt“ zwei Stadtmotive aus Hamburg und Frankfurt.

Die erste Arbeit entstand ganz spontan bei einem Spaziergang in Hamburg. Eigentlich war es zunächst einfach nur eine Aufnahme unterwegs. Erst später kam die Idee, das Bild vollständig von einer künstlichen Intelligenz bearbeiten zu lassen.

Und genau das wurde zum Experiment.

Denny wollte wissen: Was passiert eigentlich, wenn man die Bildbearbeitung komplett aus der Hand gibt?

Keine klassische Retusche, keine eigenen Korrekturen, keine aufwendig gesetzten Ebenen – die Bearbeitung erfolgte ausschließlich mit einem KI-Tool.

Das Ergebnis des Hamburger Bildes überraschte ihn so sehr, dass daraus die Idee für ein zweites Motiv entstand. Diesmal wurde die Aufnahme in Frankfurt bereits ganz bewusst mit dem Gedanken fotografiert, sie anschließend wieder der KI zu überlassen.

Damit wurde aus einem spontanen Versuch eine kleine Serie.

Die Nachbearbeitung spielt bei diesen Bildern also nicht nur eine große Rolle – sie ist eigentlich der entscheidende Teil der Arbeit.

Dennys persönlicher Favorit ist das erste Bild aus Hamburg. Gerade weil er damals noch keine genaue Vorstellung davon hatte, was die KI aus seiner Fotografie machen würde, war das Ergebnis für ihn besonders überraschend.

Und genau darum geht es auch in dieser Serie:

Was ist heute mit künstlicher Intelligenz bereits möglich?

Wie stark verändert sie eine Fotografie?

Und vielleicht noch spannender:

Wo wird diese Reise in Zukunft noch hingehen?

Wer eines der Bilder erwerben möchte, kann Denny Becker einfach ansprechen. Größen und Varianten sind auf Anfrage möglich.

OriginalWenn die KI die Bildbearbeitung übernimmt

Frankfurt

OriginalbildWenn die KI die Bildbearbeitung übernimmt.

Hamburg

Regine Richter

Leitung Fotogruppe Wasserburg

Kupferstiche
Fotografie trifft historische Bildsprache

Regine Richter leitet die Fotogruppe Wasserburg.

Die Idee zu diesen Arbeiten entstand ganz unspektakulär beim Lesen eines Newsletters. Dort entdeckte sie alte Kupferstiche, die ihr auf Anhieb gefielen – nur leider waren sie bereits ausverkauft.

Schade.

Aber nicht sehr lange. Denn ziemlich schnell dachte sie: Dann mache ich sie eben selbst – mit meinen eigenen Fotografien.

Also begann sie zu recherchieren, wie sich Fotografien in die Bildsprache historischer Kupferstiche übertragen lassen. Mit klassischer Bildbearbeitung und verschiedenen KI-Werkzeugen gelang das schließlich erstaunlich überzeugend.

Jetzt fehlten nur noch die passenden Motive.

Mit ihrer Kamera fuhr Regine Richter nach München in die Staatliche Antikensammlung und suchte dort gezielt nach Skulpturen mit klaren Konturen, spannenden Körperhaltungen und interessanten Strukturen.

So entstanden unter anderem der Diskuswerfer, die Herkulanerin, der Satyr und Poseidon mit seinem Dreizack.

Bei der verhüllten Figur lautet der Satz sinngemäß:

„Die Schönheit der Statue spricht im ewigen Schweigen.“

Und bei Poseidon:

„Stark ist, wer die Wogen bezwingt. Noch stärker ist, wer sich selbst bezwingt.“

Alle Arbeiten tragen die Jahreszahl 2026 in römischen Ziffern – ganz bewusst in der Anmutung historischer Tafeln.

Denn natürlich sind es keine echten Kupferstiche.

Und vielleicht liegt genau darin der besondere Reiz dieser Arbeiten: Eine moderne Technik trifft auf eine jahrhundertealte Bildsprache – und plötzlich bekommt eine Fotografie eine vollkommen neue Geschichte.

Und falls Ihnen einer dieser „Kupferstiche“ besonders gut gefällt: Die Arbeiten können auch gekauft werden.

Vielleicht sind sie ja diesmal nicht ganz so schnell ausverkauft wie damals bei Westwing. 😉

Andere Größen sind ebenfalls möglich – sprechen Sie Regine Richter einfach an.

Satyr aus der Saatlichen Antikensammlung in MünchenSatyr als Kupferstich

„Die Wunder der Natur zu betrachten, ist der Anfang der Weisheit.“

Poseidon aus der Saatlichen Antikensammlung in MünchenPoseidon als Kupferstich

„Stark ist, wer die Wellen bezwingt, doch stärker ist, wer sich selbst bezwingt.“

Herkulanerin aus der Staatlichen Antikensammlung in MünchenHerkulanerin als Kupferstich

„Die Schönheit der Statue spricht in ewigem Schweigen.“

Diskobolus aus der Saatlichen Antikensammlung in MünchenDiskobolus als Kupferstich

„Wahre Stärke zeigt sich darin, sich selbst zu überwinden.“

Margit Kopp-Brosi

???

Margit Kopp-Brosi · Hochblick – Durchblick – Rundblick

Bei Margits drei Arbeiten „Hochblick“, „Durchblick“ und „Rundblick“ dreht sich alles um Architektur – allerdings aus Perspektiven, die wir im Alltag eher selten einnehmen.
Entstanden sind die Bilder in München. Der Ausgangspunkt war eigentlich ganz pragmatisch: Margit wollte ein neues Weitwinkel- beziehungsweise Fisheye-Objektiv ausprobieren.
Aus dem Test wurde eine kleine Bildgruppe.
Fotografiert wurde mit extrem kurzen Brennweiten von nur zehn beziehungsweise zwölf Millimetern. Ein Fisheye verändert dabei die vertraute Wahrnehmung: Gerade Linien beginnen sich zu wölben, Räume werden gedehnt und Architektur bekommt plötzlich eine fast unwirkliche Dimension. Bei einem der Bilder kam zusätzlich ein Spiegel zum Einsatz.
„Hochblick“ richtet den Blick steil nach oben und lässt die Fenster des runden Innenhofes beinahe spiralförmig um den Betrachter kreisen.
Bei „Durchblick“ öffnet sich der Blick durch die Architektur hindurch nach außen. Die weit auseinanderstrebenden Säulen verstärken dabei die enorme räumliche Wirkung des Fisheye-Objektivs.
Und „Rundblick“, Margits persönlicher Favorit, wurde mit zehn Millimetern aufgenommen. Hier ist der kreisrunde Innenhof fast vollkommen zentriert. Die Fenster ziehen sich wie Ringe um die helle Mitte – und tatsächlich entsteht ein wenig das Gefühl, direkt in das Bild hineingezogen zu werden.
Die bewusste Umsetzung in Schwarz-Weiß nimmt den Motiven schließlich jede farbliche Ablenkung. Übrig bleiben Licht, Formen, Linien und Raum.
Denn Margit interessiert besonders der Gedanke:
Nicht alles ist für unser Auge sichtbar. Und nicht alles, was sichtbar erscheint, ist auch wirklich real.
Die drei Arbeiten sind auf Anfrage erhältlich.

Hochblick

Rundblick

Durchblick

Texte und Audioaufzeichnungen wurden von KI generiert.